Technische Details

Auftraggeber: Katholische Kirchengemeinde St. Peter und Paul
Leistungsumfang: LP 5
Zeitraum: 2015 – 2016

Umbau einer Kirche zum geistig-spirituellen Zentrum der Marburger Kulturmeile

Mit der Neustrukturierung des Geländes der katholischen Kirchengemeinde St. Peter und Paul
soll ein geistig-spirituelles Zentrum als Stadtbaustein der neuen Kulturmeile in Marburg entstehen. Dazu wird die bestehende Kirche freigestellt (Abbruch der Vordächer und mehrgeschossigen Anbauten) und zusammen mit den neuen Gebäuden der Kirchengemeinde auf ein großzügiges Podest gesetzt. Das Podest öffnet sich wie die Kirche diagonal nach Süd-Osten Richtung Erwin-Piscator-Haus. Das über eine Fuge entlang der „Petrus-Wand“ angebundene Gemeindehaus tritt leicht zurück und stärkt so den skulpturalen Charakter der denkmalgeschützten Kirche.

Ziel des Entwurfs ist die enge Verknüpfung der unterschiedlichen Nutzungen durch die tageszeitlich wechselnden innen- und außenräumlichen Wegeverbindungen. Das Wegenetz durchdringt die Gebäudestruktur von Osten nach Westen und stellt über schmale Einschnitte in der Petruswand eine semipermeable Verbindung zwischen Gemeindezentrum und Kirche her.

Das orthogonale, überdachte Wegesystem im Erdgeschoss ordnet sich um einen mit Obstbäumen bepflanzten, zentralen Innenhof (entlehnt dem Orangenhof der Kathedrale Santa María de la Sede in Sevilla). Je nach Öffnung der Zugänge kann dieser Hof als geschlossene Kita-Spielfläche, als interner Ort der Ruhe und Kontemplation wie auch als öffentlich zugängliches Forum der Begegnung und Kommunikation genutzt werden.

Wettbewerbserfolg 2. Preis

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